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Anti-Terror-Kampf
(kurz ATK)
1. Was
zeichnet ATK aus
Die Möglichkeiten, die Dir die Formen und die Prinzipien
des ATK geben, sind gewaltig. Unter Anleitung Deines Meister oder
Lehrers wirst Du immer mehr in der Lage sein, Deinen persönlichen Stil
zu entwickeln. Versteh das nicht falsch: Es geht nicht darum einen
eigenen Stil auf der Basis von ATK zu kreieren, sondern es geht darum,
Deinen eigenen Weg innerhalb des ATK zu gehen, abgestimmt auf Deine
körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Als erstes mußt Du lernen dich
nicht zu verletzen. In der zweiten Stufe, geht es für Dich dann darum,
dass Du lernst Dich zu verteidigen. Es muß Dir also klar werden, was für
Dich geht und was nicht, in welchen Techniken und Situationen Du stark
bist und in welchen nicht. Außerdem mußt Du verstehen, warum das so ist.
In der dritten Stufe hast Du dann soviel Wissen von dem was Du tust, daß
es Dir möglich wird, Deinen eigenen Weg im ATK zu gehen.
2.
Prinzipien statt Techniken
Auch
im ATK wird der Begriff Technik oder Kampftechnik benutzt, um eine
festgelegt Abfolge von Bewegungen zu beschreiben, die auf eine bestimmte
Kampfsituation angemessen ist. Das ist aber nicht der Kern des
Trainings. Du solltest Schritt für Schritt die in den Techniken
enthaltenen Kampfprinzipien erkennen und verstehen lernen. Das heißt für
Dich, die erlernte Technik als ein Beispiel für eines oder mehrere der
wichtigsten ATK Prinzipien zu begreifen, und sich damit auch deren
Übertragbarkeit in andere Situationen als der gerade trainierten bewußt
zu werden. Beispielsweise muß Dir klar sein, daß das Prinzip der
Geschlossenen Mitte nicht nur in einer Kampfstellung als
Ausgangsstellung gilt. Vielmehr mußt Du darauf achten, daß Deine
Zentrallinie mit jeden Schlag, mit jedem Tritt, mit jedem Angriff und
mit jeder Abwehr gedeckt ist. Das
Du Dich in Sparrings- oder Kampfsituationen auch öffnen mußt ist klar.
Du kannst nicht hundertprozentig gedeckt kämpfen. Allerdings bedeutet
das Prinzip der Geschlossenen Mitte, daß Dir bewußt sein muß, wo die
Lücke in Deiner Deckung ist. Du mußt also wissen, wo Dein Gegenüber Dich
als nächstes angreifen wird.
3.
Übertragbarkeit im Kampf
Übertragbarkeit kann sich in vielen Formen ausdrücken und
sich auf unterschiedlichsten Ebenen abspielen. Anfangs ist es für Dich
schon ein großer Erfolg eine einfache Technik wie etwa einen geraden
Fauststoß von Dir aus in eine neue, bisher im Unterricht nicht
behandelte, Situation sinnvoll zu integrieren. Nach kurzer Zeit wird es
für diejenigen, die aus den reinen Bewegungsabläufen bereits ein
prinzipielles Kampfverhalten extrahieren konnten, möglich, auf gestellte
Aufgaben, das heißt erst einmal neue Kampfsituationen im Training,
selbständige Lösungen zu entwickeln, die mit den Instruktoren auf ihrer
Funktionalität hin überprüft werden können. Im fortgeschrittenen Stadium
des Lernens, wird es für Dich möglich, aus dem bisher Gelernten, eigene
Schwerpunkte zu bilden, das heißt, ein eigenständiges Kampfverhalten auf
der Basis der ATK Prinzipien zu entwickeln. Darüber hinaus solltest Du
spätestens auf dieser Ebene des Trainings ein Bewusstsein für die
Übertragbarkeit von Kampfverhalten in ein alltagstaugliches
Problemlösungsverhalten entwickelt haben. Denn eins muß Dir klar sein:
Je flexibler und breiter Du Dein Wissen über das Kämpfen anwenden
kannst, desto mehr Nutzen hast Du von dem ganzen, desto eher bist Du auf
Deinem Weg.
4.
Kampf als alltägliches Verhalten
Problemlösung durch Anwendung physischer und auch
psychischer Gewalt muß immer eine Ausnahme bleiben. Trotzdem sind
Trainings- und auch Kampfweisen des ATK, richtig verstanden, im
täglichen Leben sinnvoll einzusetzen. Im Kampf ist ein schnelles
Besiegen eines Gegners nur durch Kontrolle des eigenen und auch des
Körpers des Gegners möglich. Nur diese Kontrolle erlaubt ein
konsequentes, nicht zufälliges Handeln durch gezielte Angriffe auf die
Lücken der gegnerischen Deckung. Das Lesen des gegnerischen Körpers wird
im Training etwa durch Sparring geübt. Sparring mit Armen und Beinen
fordert Übersicht und bewusstes Erkennen einer Situation von Dir, bevor
es zu einer Handlung Deinerseits kommen kann. Übertragen auf alltägliche
Konflikte heißt dies: Der Konflikt, der Streit, die
Meinungsverschiedenheit soll so schnell wie möglich beigelegt werden.
Kontrolle über die dafür notwendigen Gespräche, aber auch die damit
verbundenen Gesten ermöglichen es Dir, die schwierige Situation leichter
zu lösen. Die Übersicht des Sparrings versetzt Dich in die Lage, den
Streitpunkt, Dein Verhalten in diesem Streit und das Verhalten Deines
Gegenübers aus der Distanz zu betrachten.
5.
Selbst-Schutz
Du hast ein Recht darauf, daß es
Dir Gut geht; Du hast aber auch die Pflicht, Dich selbst darum zu
kümmern das dem so ist. Aus dem, was bisher gesagt wurde, ist Dir
hoffentlich deutlich geworden, daß es uns beim Kämpfen und damit auch
beim Selbstschutz nicht nur um Treten und Schlagen geht. Es geht uns
darum, daß es Dir und auch uns gut geht. Unser Weg ohne Angst zu leben,
ist der des Kämpfers. Dies muß nicht heißen, daß dies der beste Weg für
Alle ist - wir haben uns jedenfalls für ihn entschieden. Du kannst bei
uns also lernen, Dich selbst und auch Dein Selbst vor dem zu schützten,
was Dich an einem zufriedenen Leben hindern könnte; Du mußt nur bereit
sein, dafür zu arbeiten.

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